Ein Jahr mit Lesen-in-Silben

Moderator: Klaus Kuhn

heihuet
 
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Ein Jahr mit Lesen-in-Silben

Fr 15. Jun 2007, 12:36

Unser erstes Jahr mit Lesen-in Silben geht in ein paar Tagen zu Ende. Alle meine Schüler können nun richtig gut lesen. Beim Schriftlichen Sprachgebrauch ist im zweiten Schulkjahr allerdings einiges zu lernen.
Wie das genau weitergeht, weiß ich noch nicht. Aber ich bin gespannt darauf und hoffe auf Anregungen von euch (und aus dem Material für Klasse 2, das ja leider noch nicht ganz fertig ist).
Sollte man wirklich das ganze zweite Schuljahr lang noch zweifarbig schreiben lassen? Und wann beginne ich mit Lesetexten ohne Silbentrenner? Wie finde ich die Kurve zum Freien Schreiben von Geschichten?
Gruß
heihuet

heihuet
 
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So 24. Jun 2007, 12:35

Die Konzeption des Werkes für das zweite Schuljahr (besonders des Sprach-Arbeitsheftes) gefällt mir gut. Wenn die Beispielseiten für das ganze Buch stehen, hätte ich es gerne für die Vorbereitung von Klasse 2 gehabt.
Schade, dass die Einführung sich in den Herbst ziehen wird. Dann werden wir in NRW schon fast die Hälfte des Halbjahres hinter uns haben.
Gruß
heihuet

Klaus Kuhn
 
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Di 26. Jun 2007, 08:16

Hallo heihuet,

die Schwerpunkte im 2. Schuljahr sehen wir in den Bereichen:
- das Lesen weiter fördern (der Silbentrenner wird beibehalten)
- mündliches Erzählen
- mit Texten umgehen
- Texte verfassen
- Sprache untersuchen
- richtig schreiben
Zu diesen Kompetenzbereichen werden wir Material bereitstellen.
Wir empfehlen, am zweifarbigen Schreiben festzuhalten.
Zur Frage "freies Schreiben" oder "angeleitetes Schreiben" möchte ich ein Zitat von Dr. Angela Enders, Grundschuldidaktikerin an der Uni Augsburg anführen: "Die eigentliche Gefahr für die Schriftsprache kommt aus der Schule selbst." Sie weist darauf hin, dass das Denkmodell: Schriftsprache würde sich analog zum Erwerb der Muttersprache eigenaktiv und selbstgesteuert (Spracherfahrungsansatz, Lesen durch Schreiben etc.)entwickeln, von der Sprachwissenschaft nicht unterstützt wird.
Für den Erwerb der Muttersprache sind wir genetisch disponiert.
Die Regularitäten der Schriftsprache müssen wir in der Schule kultivieren und einüben. Deshalb bieten wir Anleitungen zum Erwerb der Schriftsprache an und verlassen uns nicht darauf, dass die Kinder ihre Mündlichkeit einfach verschriften.

Gruß
Klaus Kuhn

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